Was ist Gesundheit?

Jeder wünscht sich einen gesunden Hund und nicht zuletzt der Züchter möchte Hunde züchten, die lange leben und gesund bleiben. Wenn das nur so einfach wäre ... 

Schnell gibt man dem Züchter die Schuld, wenn nicht immer alles so verläuft, wie man es sich vorgestellt hat. Wie gross ist nun der Anteil des Züchters an der Gesundheit seiner Welpen? Eine wichtige Vorraussetzung sind gesunde Elterntiere, aber in den meisten Fällen kann ein Züchter lediglich die Gesundheit seiner Hündin wirklich beurteilen. Beim Rüden muss man sich auf die Aussagen des Besitzer verlassen, denn die Test die vorgeschrieben sind, decken einerseits nur einen kleinen Teil ab und sind andererseits nicht wirklich aussagekräftig.

Ernährung

Die beste Vorraussetzung für eine gute Gesundheit ist eine artgerechte Ernährung. Fertigfutter ist keine artgerechte Ernährung. Oder ernähren Sie sich ausschliesslich von gekochter Nahrung? Jedes Lebewesen braucht lebendige Nahrung. Natürlich überleben Hunde mit Fertigfutter, wir ja auch. Aber Gesundheit, wahre Gesundheit entsteht damit nicht.

Der Hund ist wie sein Urahn, der Wolf, ein Fleischfresser, genauer ein "ROHFLEISCHFRESSER" bzw. ein Beutefresser. Die optimalste Ernährung für den Hund sind also ganze Beutetiere. Da dies für die meisten Menschen aus praktischen und ethischen Gründen nicht möglich ist, gilt es nun ein Beutetier möglichst gut zu imitieren. Das sind also Fleisch, Knochen, Innereien und einen kleinen Anteil an pflanzlichen Nahrungsmittel.

Weitere Information und auch Futterpläne erhalten Sie hier.

Meine Bouviers und auch die Welpen werden roh ernährt und erhalten nichts anderes. Sie danken es mit Gesundheit, Widerstandskraft gegenüber Krankheiten und physischer und psychischer Fitness.

Der Zeitaufwand ist nicht so gross, wie es vielleicht den Anschein macht, lediglich die Beschaffung braucht etwas Planung. Eine rohe Fütterung hat aber gegenüber der sicher bequemen Fütterung von Fertigfutter soviele Vorteile, dass ich diesen Mehraufwand für die Gesundheit meiner Hunde gerne in Kauf nehme. Ich spare dadurch sehr viel an Tierarztkosten. 

Impfungen

Die Zuchtvorschriften der SKG und des Rasseklubs verlangen eine Schutzimpfung. Ich persönlich bin kein Freund von Impfungen. Ein chronischer kranker Hund aufgrund jährlicher Wiederholungsimpfungen und ein toter Hund nach einer Tollwutimpfung liessen mich das Thema auch von anderer Seite kennenlernen. Impfungen können einem Hund schaden und sie können zum Tod führen. Meine erwachsenen Hunde werden deshalb nicht geimpft und sind seither gesünder als je zuvor. Sie haben die Gelegenheit ein gesundes Immunsystem aufzubauen und dieses schützt mehr als tausend Impfungen. Weitere Informationen zu Impfungen und ihren Nebenwirkungen finden Sie hier. 

Gemäss den Zuchtvorschriften werden die Welpen geimpft, aber so spät wie möglich, also erst mit 8 oder 8 1/2 Wochen. Titerbestimmungen (Antikörpernachweis im Blut) bestätigen, dass die maternalen Antikörper selbst von einer weitgehend ungeimpften Mutterhündin mit 8 Wochen noch reichlich vorhanden sind und somit kann die Impfung gar nicht nützen. Aber so sind eben die Vorschriften, wie so oft halten sie der Realität nicht stand. Die Welpen werden vor und nach der Impfung homöopatisch bzw. mit Schüssler Salzen begleitet, so versuche ich, die Impfnebenwirkungen so schnell wie möglich wieder zu neutralisieren bzw. den Impfstoff auszuleiten.

Entwurmung

Gemäss Zuchtvorschriften sind die Welpen während der Aufzucht regelmäßig und einzeln zu entwurmen, erstmals im Alter von ca. 14 Tagen, dann weiter in Abständen von ca. 2 Wochen oder nach Angabe des Tierarztes bis zu ihrer Abgabe. Hier soll also ein notabene giftiges Entwurmungsmittel verabreicht werden, egal ob die Welpen jetzt Würmer haben oder nicht. Ich lasse vor jeder Wurmkur Kot untersuchen, ob bei den Erwachsenen oder bei den Welpen und nur wenn auch tatsächlich Würmer festgestellt wurden, wird eine Wurmkur verabreicht. Wurmmittel sind nicht harmlos, sie schädigen die Leber und natürlich den Magen/Darmtrakt und man sollte sie deshalb nicht blind verabreichen, sondern nur dann, wenn sie auch wirklich nötig sind.

Bei Menschen weiss man, dass Kinder, die Würmer hatten, weniger häufig eine Allergie entwickeln. Würmer fordern das Immunsystem, sie trainieren es sozusagen. Natürlich dürfen sie nicht überhand nehmen, aber tatsächlich haben sie durchaus auch ihre positiven Seiten. Weitere Informationen zum Thema "Der Wurm und sein Wirt" lesen Sie hier.

 

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